News 2011

Rennbahn

Um euch immer auf dem neusten Stand zu halten, werde ich auf dieser Seite laufend Berichte von meinen Rennen hineinstellen.

6-Tagesaison

6-Tagesaison

In den letzten beiden Monaten habe ich viele 6-Tagerennen bestritten. Ich wollte noch so viele wie möglich fahren, da es meine letzten sein werden. Nach langem Überlegen, habe ich mich entschlossen, meine Karriere als Radfahrer zu beenden und mich stattdessen beruflich weiterzuentwickeln. Zu diesem Entschluss bin ich aus mehreren Gründen gekommen. Ich sehe für mich im Radsport keine Zukunft. Um auf der Strasse vorne mitfahren zu können, hätte ich mein Training um einige Stunden pro Woche verlängern müssen. Doch es fiel mir bereits letztes Jahr, als ich nicht sooo viel trainiert habe, sehr schwer, immer auf das Fahrrad zu sitzen. Auf der Bahn bräuchte es weniger Training, aber trotzdem müsste man auch Strassenrennen fahren, um Härte zu bekommen. Zudem hatte ich die Möglichkeit, in Zürich bei den Profis an den Start zu gehen. Dabei wurde mir klar, dass es mir bei den Profis auch nicht sehr gefallen hat. Und da ich von der Nationalmannschaft und Nationaltrainer keine Unterstützung bekam und nicht gefördert wurde, war es für mich auch unmöglich, an Weltcups teilzunehmen. Ich wurde immer wieder damit vertröstet, dass ich vielleicht nächstes Jahr einmal an einen Weltcup mitkommen kann. Leider kam es nie dazu.

Ich werde nun im März meine Rekrutenschule absolvieren, welche anfangs August zu Ende geht. Danach werde ich anschliessend meine Berufsmaturität nachholen, damit ich an einer Fachhochschule studieren kann. Dank meinen guten Abschlussnoten meiner KV-Lerhe kann ich ohne Aufnahmeprüfung die Berufsmaturität nachholen. Wie es danach weitergeht, weiss ich noch nicht genau, mir stehen mit der BMS jedoch viele Türen offen.

Da ich bereits im Oktober wusste, dass ich nicht mehr radfahren möchte, habe ich mich dazu entschlossen, immerhin noch die 6-Tagesaison zu bestreiten. Mit Lionel Wüst konnte ich auch sehr gute Resultate herausfahren. Beim UIV Rennen in Bremen konnten wir sogar den Gesamtsieg holen. In Berlin lief es uns leider nicht jeden Tag nach Wunsch und wir mussten uns mit dem 5. Platz zufrieden geben. In Kopenhagen liegt jetzt aber wieder viel mehr drin, die gestrige Etappe haben wir gewonnen und liegen jetzt an zweiter Stelle, einen Punkt hinter den Leadern.

Ich habe viele gute Erinnerungen an den Radsport. Ich konnte auch viele Erfahrungen sammeln und Leute kennenlernen, denen ich sehr dankbar bin, was sie alles für mich gemacht haben. Für mich beginnt jetzt jedoch ein neuer Lebensabschnitt, den ich mit viel Motivation angehen werde. In Kopenhagen hoffe ich auf einen versöhnlichen Abschluss meiner Radsportkarriere und möchte mich mit einem guten Resultat nochmals bei allen bedanken, die hinter mir gestanden sind und mich unterstützt haben!

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