News 2011

Rennbahn

Um euch immer auf dem neusten Stand zu halten, werde ich auf dieser Seite laufend Berichte von meinen Rennen hineinstellen.

Giro del Friuli, UCI 2.2

Giro del Friuli, UCI 2.2

Diese Woche habe ich mein erstes Etappenrennen von diesem Jahr bestritten. Begonnen hat die Rundfahrt am Mittwoch und hätte eigentlich über 5 Etappen bis am Sonntag dauern sollen. Als am Dienstag die Rennleitersitzung ausgetragen wurde, sagte man den sportlichen Leitern, dass die letzte Etappe abgesagt werden musste, da eine Gemeinde die Erlaubnis nicht erteilte, um das Rennen dort durchfahren zu lassen. Es war ein extrem starkes Fahrerfeld am Start, unter anderem die Nationalmannschaften aus Deutschland, Schweden, Tschechien und Russland.

1. Etappe
Die erste Etappe was eine Flachetappe. Meine Aufgabe war es, in eine Fluchtgruppe zu kommen. Dies habe ich zu Beginn des Rennens auch jenste Male versucht, jedoch liess das Feld keinen einzigen Fahrer ziehen. Durch die unzähligen Angriffe und Nachführarbeiten war das Tempo das ganze Rennen sehr hoch. Erst etwa 40 Kilometer vor dem Ziel konnte sich eine 20-Fahrer starke Gruppe vom Feld absetzen. Mit dabei war auch mein Teamkollege Romain Beney. Die Gruppe hatte immer etwa 30 Sekunden vorsprung. Obwohl wir auch im Feld immer etwa 45-50 km/h gefahren sind, kamen wir der Gruppe nicht mehr viel näher. So machte die Spitzengruppe den Sieg unter sich aus, Romain musste im Sprint abbremsen, da es fast einen Sturz gab. So wurde er 19. und ich bin locker in's Ziel gerollt.

2. Etappe
Auch auf der zweiten Etappe habe ich wieder versucht, in die Fluchtgruppee zu kommen. Doch auch heute wollte es einfach nicht gelingen. Als sich wieder eine Gruppe absetzte, kam ich ein wenig später mit einem anderen Fahrer auch noch fast nach vorne, doch im Feld wurde wieder Tempo gemacht und wir wurden eingeholt, die Ausreisser aber nicht. So liess ich mich in's Feld zurückfallen und schonte mich für den Berg, der etwa 30 Kilometer vor dem Ziel auf uns wartete. Beim ca. 8 Kilometer langen Aufstieg versuchte ich, unseren Teamkapitän Romain Beney so weit vorne wie möglich in den Berg reinzufahren. Dies gelang auch ziemlich gut, an etwa 10. Position nahmen wir den Berg in Angriff. Ich hatte zu Beginn Mühe, dem Tempo zu folgen. Doch als ich mein Tempo hatte, holte ich einige Fahrer wieder ein. In der Abfahrt konnte ich weitere Zeit gutmachen und fand mich danach  in einer 10er Gruppe wieder. Wir hatten nur wenig Rückstand auf das 60 Fahrer starke Hauptfeld, doch auch dort wurde Tempo gemacht und leider konnten wir diese Lücke nicht mehr schliessen. Wir wurden noch von weiteren Fahrern eingeholt und ich beendete das Rennen im 2. Feld.

3. Etappe
Auf der dritten Etappe stand wieder etwa 30 Kilometer vor dem Ziel ein harter Berg von etwa 10 Kilometern auf dem Programm, der Rest war ziemlich flach. Auf dieser Etappe kam ich dann auch endlich in die Fluchtgruppe des Tages. Bereits nach etwa 15-20 Kilometern konnten wir uns zu neunt vom Feld absetzen. Bei den Sprintwertungen und dem Bergpreis, die auf der Etappe verteilt waren, konnte ich leider keine Punkte holen.  Wir konnten bis zu 2 1/2 Minuten herausfahren, danach wurde aber im Feld Tempo gemacht und der Vorsprung fing an kleiner zu werden. Als wir dem Berg immer näher kamen, kam das Feld auch uns immer näher. Als wir gerade etwa am Fuss des Berges waren, wurden wir leider gestellt. Und da ich auf der Strecke meine ganze Kraft liegen lassen habe, hatte ich natürlich überhaupt keine Chance mehr beim Berg. Ich fand mich also im letzten Grupetto wieder und fuhr darin das Rennen zu Ende. Im Ziel war ich dann völlig am Ende...

4. Etappe
Die letzte Etappe verlangte uns Fahrern nochmals alles ab. Bereits in den 50 Kilometern mussten wir einen Berg der 4. Kategorie und ein extrem harter Berg der 2. Kategorie überqueren. Ich hatte bereits beim ersten Hügel grosse Mühe, dem Feld zu folgen. Und als wir dann in den ersten richtigen Aufstieg hineinfuhren, wurde ich gleich durchgereicht und abgehängt. Und da es noch über 100 Kilometer und über weitere 3 Berge bis in's Ziel ging, entschied ich mich, das Rennen aufzugeben, da ich überhaupt keine Kraft mehr in den Beinen hatte. So habe ich meine erste Rundfahrt bereits frühzeitig beendet, auch wenn ich sie sehr gerne fertig gefahren wäre... Doch ich bin auch zufrieden damit, auf der 3. Etappe in die Fluchtgruppe gekommen zu sein.

Nächstes Wochenende starte ich am GP Ägerisee und am Sonntag in Oberwangen. Danach bestreite ich schon die nächste Rundfahrt, Franche-Comté.

 

http://www.girofriuliveneziagiulia.it/index.asp

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