News 2011

Rennbahn

Um euch immer auf dem neusten Stand zu halten, werde ich auf dieser Seite laufend Berichte von meinen Rennen hineinstellen.

Girobio

Girobio

Am Start standen vier ausländische und 23 Italienische Teams. Wir starteten als Nationalteam Schweiz, da wir nicht als VC Mendrisio starten durften. Die anderen ausländischen Mannschaften waren das Baskenland, Katusha, welche als Nationalteam Russland starteten und Polen, am Start als Team Norda. Und natürlich die besten Italienischen Teams, die sich alle für den Giro qualifizieren mussten.

Auf dem Programm standen neun Etappen mit einem Ruhetag nach der 6. Etappe, welche ein Zeitfahren über 12 Kilometer war.

 

1. Etappe

Die erste Etappe sah auf dem Papier eigentlich nicht so hart aus, da es nicht so viele Aufstiege hatte. Allerdings wurde von Anfang an vollgas gefahren, was das Rennen trotzdem bereits sehr schwer machte. Im letzten Anstieg, etwa 20-30 Kilometer vor dem Ziel fuhren etwa 40 Fahrer vorne weg. Ich konnte nur wegen wenigen Metern nicht mit dieser Gruppe mithalten. So liess ich mich in der Abfahrt in’s Feld zurückfallen. Da die Russen niemanden vorne hatten, machten Sie im Feld hinten Tempo und so holten wir die ca. 40 Fahrer vorne etwa 6 Kilometer vor dem Ziel wieder ein. Aus dieser Gruppe konnten sich aber auch noch ca. 10 Fahrer absetzen. In der letzten Kurve ca. 2-3 Kilometer vor dem Ziel gab es ziemlich weit vorne noch einen Sturz. Ich konnte rechts daran vorbeifahren. Danach fand ich mich an 3. Position wieder. Leider ein bisschen weit vorne, denn der Fahrer der vorne Tempo machte, löste 1 Kilometer vor dem Ziel ab und danach fuhren alle rechts und links an mir vorbei. So fuhr ich als ca. 35. in’s Ziel.

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2. Etappe

Die zweite Etappe war praktisch topfeben und 180 Kilometer der Küste entlang. Auch heute wurde wieder von Anfang an vollgas gefahren. So taten auch die kleinen Steigungen, von denen es immer wieder ein paar hatte, ziemlich weh. Die Windkanten machten das Ganze auch nicht gerade einfacher... Es konnten sich wieder ca. 11 Fahrer absetzen und kamen mit 2 Minuten Vorsprung in’s Ziel. Ich fuhr im Feld relativ weit vorne in’s Ziel. Nach der zweiten Etappe war ich dann auf dem 27. Gesamtrang. Immerhin war ich zu Beginn der Rundfahrt in der vorderen Hälfte :-)

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3. Etappe

Auf der dritten Etappe gab es einen Berg mit ca. 600 Höhenmetern. Dieser wurde aber nicht allzu schnell hochgefahren, so dass praktisch das ganze Feld zusammen darüber kam. Im Schlusssprint wollte ich mich raushalten, da es extrem viele Fahrer hatte, die vorne mitsprinten wollte. Dadurch wurde sehr nervös gefahren... In der letzten Kurve kam es dann auch zu einem Sturz, bei dem leider auch Oli in aussichtsreicher Position gestürzt ist. Ich fuhr locker in’s Ziel.

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4. Etappe

Die vierte Etappe war dann vom Profil her die bisher schwerste Etappe. Nach 45 Kilometern ging es bereits ca. 18 Kilometer bergauf, danach fünf Kilometer Abfahrt und wieder ca. 10 Kilometer bergauf. Über den ersten Berg konnte ich noch mit dem Feld mithalten, beim zweiten wurde ich dann leider abgehängt. Und da die gesamte Wagenkolonne kurz vor dem Bergpreis an mir vorbei fuhr, konnte ich deren Windschatten nicht mehr nutzen, um zurück in’s Feld zu kommen. So fuhr ich die Abfahrt alleine hinunter. Danach wartete ich auf die nächste Gruppe hinter mir. Zu siebt fuhren wir dann die 90 Kilometer, die noch bis in’s Ziel fehlten. Und da diese 90 Kilometer nicht hart genug waren, gab es am Schluss noch eine Bergankunft mit einer Länge von 6 Kilometern. Ich kam natürlich mit sehr viel Rückstand in’s Ziel.

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5. Etappe

Damit wir nicht aus dem Rhythmus kamen, gab es heute gleich nochmals eine Bergetappe. Nach 70 Kilometern einen ca. 12 Kilometer langen Berg, und am Schluss wieder eine Bergankunft. Allerdings war diese Bergankunft noch ein bisschen härter als diese auf der vierten, da es 30 Kilometer bergauf ging. Um das ganze noch ein bisschen härter zu machen, hat es auf dieser Etappe auch noch geregnet und wurde gegen Ende immer kälter. Ganz oben waren es gerade mal noch 10°, mit dem Regen fühlte es sich an wie -10°. Ich habe die Etappe wieder im Grupetto beendet.

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6. Etappe

Heute stand ein Zeitfahren über 12 Kilometer auf dem Programm. Ich freute mich sehr darauf, da es für einmal nicht bergauf ging :-) Wir mussten alles dem Meer entlang fahren. Deshalb gab es auch viel Wind, welcher uns leider nicht entgegenkam. So hatten wir 11 Kilometer Gegenwind, danach eine 180° Kurve und noch 1 Kilometer in’s Ziel. Ich fühlte mich eigentlich relativ gut auf meinem Zeitfahrvelo, habe aber in den Kurven immer ein bisschen Zeit gelassen, da ich nicht volles Risiko eingegangen bin. Ich klassierte mich auf dem 47. Rang. Nach dem Zeitfahren gönnten uns die Veranstalter endlich einen Ruhetag. Allerdings mussten wir an dem Ruhetag in einem Car 500 Kilometer richtung Norden an den Gardasee fahren, da dort die 7. Etappe startete.

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7. Etappe

Auf der siebten Etappe mussten wir erst gegen Ende der Etappe zwei Hügel überqueren. Bis zu 145 Kilometer war es total flach, die zwei Aufstiege die dann folgten, hatten es dann aber an sich. Sie waren etwa 2.5 Kilometer lang und bis zu 18% steil. Leider war das Glück heute nicht auf meiner Seite. Etwa 10 Kilometer vor dem ersten Aufstieg hatte ich einen Platten. Bis das Rad gewechselt war, war das Feld bereits weit weg... So blieb mir nichts anderes übrig, als mit Tempo 60 vollgas hinter dem Auto an der Wagenkolonne vorbei zu fahren und die letzten Meter noch zurück in's Feld zu kämpfen. Und gerade als ich ziemlich ausser Atem zurück im Feld war, begann auch schon der Aufstieg. Doch leider war das noch nicht alles. Als ich dann auf das kleine Kettenblatt schalten wollte, fiel mir die Kette hinunter und ich brachte sie nicht mehr auf das Kettenblatt. So musste ich kurz absteigen, um die Kette wieder rein zu tun. Somit war für mich das Rennen gelaufen und ich habe mich mit ein paar abgehängten Fahrern die steilen Rampen hinaufgekämpft.

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8. Etappe

Einmal mehr ging es extrem bergauf. Zudem mussten wir 25 Kilometer vor de Ziel noch ein kleines Stück über Naturstrasse fahren. Ich konnte zu Beginn der Etappe in eine Fluchtgruppe gehen. Wir waren ungefähr 30 Fahrer, unter anderem auch zwei Fahrer, welche unter den ersten 10 im Gesamtklassement waren. Trotzdem liess uns das Feld bis auf 1'20'' fahren. Beim ersten Pass, den wir überqueren mussten, fuhren wir in einem ziemlich hohen, aber regelmässigen Tempo bergauf. Aber leider kam ich wieder nicht wie erhofft den Berg hinauf. So wurde ich etwa nach der Hälfte abgehängt und ein paar Kilometer später holte mich das bereits kleiner gewordene Feld ein. Ich konnte mich noch eine Weile darin aufhalten und fiel dann etwa zwei Kilometer vor dem Bergpreis leider auch aus dem Feld heraus. Die Abfahrt nahm ich dann alleine in Angriff und konnte zu einer kleinen Gruppe vorne aufschliessen. Im zweiten Berg haben wir dann zu einer weiteren Gruppe aufgeschlossen. Von da an war dann aber bei allen die Luft draussen und von hinten schlossen immer mehr Fahrer zu uns auf. Schlussendlich waren wir ein etwa 70 Fahrer grosses Grupetto. So fuhren wir dann mit ca. 40 Minütiger Verspätung über die Ziellinie.

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9. Etappe

Als ich das Profil der letzten Etappe, einem Rundkurs von 12.3 Kilometern, angeschaut habe, dachte ich eigentlich, dass es eine flache und nicht mehr allzu harte Etappe wird. Das war dann aber leider nicht so. Die 100 Höhenmeter pro Runde hatten es ziemlich in sich. Trotzdem kam das Feld fast kompakt auf die letzte Runde. Es wurde danach wieder richtig hektisch und nervös. Und da es 300 Meter vor dem Ziel noch eine scharfe Rechtskurve hatte, konnte ich die Stürze bereits riechen. So fehlte mir auch das letzte bisschen Entschlossenheit, um ganz vorne reinzuhalten. In der letzten Kurve kam es dann natürlich auch zu Stürzen einiger Fahrer. Ich konnte aber an diesen vorbei fahren und als 29. in's Ziel fahren.

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Leider konnte ich beim Giro nicht ganz so mithalten wie ich mir das erhofft habe, aber dennoch bin ich zufrieden, dass ich diese harte Rundfahrt fertig gefahren bin. Ich hoffe nun, dass ich mich bis zum nächsten Samstag für die U23 Schweizermeisterschaften erholen kann und dort dann den Rhytmus, den ich mir beim Giro geholt habe, weiterziehe und ein gutes Resultat erziele.

 

Hier die Schlussrangliste

 

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