News 2011
Um euch immer auf dem neusten Stand zu halten, werde ich auf dieser Seite laufend Berichte von meinen Rennen hineinstellen.
Paris-Roubaix Esporis
Nun habe ich es also hinter mir, das bisher härteste Rennen meiner Karriere. Am Samstag haben wir uns bereits die ersten 4-5 Pavé Abschnitte angeschaut. Zuerst kam ich überhaupt nicht vorwärts auf dem Kopfsteinpflaste, doch ja länger wir darauf fuhren, desto besser kam ich damit zurecht. Allerdings haben mir am Samstag Abend bereits nach diesen Pavé Abschnitten die Hände weh getan... Und am Sonntag mussten wir über 24 dieser Abschnitte!
Nun aber zum Rennen: Das Rennen ging über 180 Kilometer. Die ersten ca. 50 Kilometer waren noch auf normaler Strasse, danach warteten insgesamt ca. 37 Kilometer Kofpsteinpflaster, verteilt auf 24 Pavé Abschnitte auf uns. Der Start erfolgte um 12 Uhr. Etwa 2-3 Kilometer vor dem ersten Pavé gab es einen Massensturz, bei dem ich zum Glück selber nicht gestürzt bin, aber trotzdem aufgehalten wurde. Mit einem anderen Fahrer musste ich mich dann wieder zurück in's Feld kämpfen, welches durch diesen Sturz bereits sehr verkleinert wurde. Kurz vor dem ersten Pavé kam ich dann auch wieder in's Feld, konnte dann aber leider nicht mehr sehr weit nach vorne fahren. So hatte ich keine allzugute Position, kam aber dennoch relativ gut durch's Pavé. Beim dritten Abschnitt, welcher mit über 3 Kilometern der längste war, musste der Fahrer vor mir reissen lassen. Als ich das bemerkte, ist bereits eine ziemlich grosse Lücke zum Feld entstanden. Ich musste also wieder nach vorne fahren. Nach dem Abschnitt war ich zusammen mit 3-4 anderen Fahrern fast am Feld dran, mussten uns dann aber noch durch den Gegenweind wieder an's Feld herankämpfen. So war ich bereits nach den ersten ca. 80 Kilometern ziemlich erschöpft. Danach gab es aber eine kleine Verschnaufspause, eher es nach ca. 30 Kilometern wieder losging. Ich konnte mich bis zu ca. Kilometer 140 im Feld halten, musste dann aber leider reissen lassen, da mir die Kopfsteinpflaster immer mehr zugesetzt haben. So fuhr ich zuerst in einer kleinen Gruppe weiter, in der auch Oli Hofstetter und Simon Pellaud waren. Da wir aber so langsam fuhren, dass wir befürchten mussten, aus dem Rennen genommen zu werden, fuhren Simon, Oli und ich die letzten 30 Kilometer noch ein bisschen schneller und konnten so das Rennen fertig fahren. Als ich in's Velodrome hereinfuhr, spielte es für mich aber überhaupt keine Rolle, welchen Platz ich erreichte. Ich war auch so zufrieden, dass ich das Rennen ohne Sturz und Defekt fertig fahren konnte. Auch die Schmerzen in den Händen schienen dort gar nicht so schlimm zu sein, anderst als jetzt während ich diesen Text schreibe :-)
Für mich war dieses Rennen eine super Erfahrung und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich hier starten konnte. Auch wenn ich nicht vorne mithalten konnte, habe ich wieder viel gelernt. Die Distanz des Rennens war sicherlich auch eine gute Vorbereitung für den Girobio, welcher ja bereits in 10 Tagen beginnt.
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