News 2011

Rennbahn

Um euch immer auf dem neusten Stand zu halten, werde ich auf dieser Seite laufend Berichte von meinen Rennen hineinstellen.

Tour de Franche-Comté

Tour de Franche-Comté

Vom Donnerstag bis Sonntag bestritt ich mit dem VC Mendrisio die Tour de Franche-Comté. Auf allen Etappen ging es immer ein bisschen auf und ab, es gab keine Etappe, die nur flach war. Dafür mussten wir am Samstag zwei Etappen fahren, auf denen es vor allem am Nachmittag viel bergauf ging.

1. Etappe
Bereits vor dem Start hat es zu regnen begonnen, und auch als wir dann an den Start mussten, regnete es wie aus Kübeln. Die Strassen waren teilweise richtig überflutet. Nach ca. 40 Kilometern kam dann der erste Berg. Ich fühlte mich sehr gut und bin mit den ersten über den Berg gekommen. In der Abfahrt hat es aber wieder stärker begonnen zu regnen und ich fühlte mich sehr unsicher, da ich nicht gut bremsen konnte. So verlor ich einige Positionen, und da auch andere Fahrer sehr vorsichtig runter fuhren, gab es immer grössere Löcher. Als wir unten ankamen, hatte sich das Feld geteilt. Leider war ich in der hinteren Gruppe. Auch die anderen Fahrer vom VC Mendrisio waren bei der Abfahrt sehr weit hinten und somit im gleichen Feld wie ich. Und da wir niemanden vorne hatten, versuchten wir natürlich mit aller Kraft, die ca. 70 Fahrer vorne wieder aufzuholen. Der Vorsprung blieb aber leider immer etwa gleich bei ungefähr 1 - 1 1/2 Minuten. Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel haben wir dann aber aufgegeben, da der Vorsprung des Feldes langsam grösser wurde. So fuhren wir völlig enttäuscht und entkräftet mit 6-7 Minuten Rückstand in's Ziel. Für uns war das natürlich eine riesige Enttäuschung, da wir auch das Einzige Team waren, die keinen Fahrer vorne hatten....

2. Etappe
Auf der zweiten Etappe galt es vorallem, Kräfte zu sparen, um uns von der gestrigen Anstrengung zu erholen. Und da die Etappe keine grossen Anstiege hatte, ging dies auch relativ gut. Gegen Ende der Etappe hat es aber wieder zu regnen begonnen und es wurde wieder rutschig. Und da ich wusste, dass es im letzten Kilometer noch zwei Kopfsteinpflaster Passagen hatte, wollte ich nichts riskieren und fuhr locker mit dem Feld in's Ziel. Oli Hofstetter konnte auf dieser Etappe den guten 5. Platz herausfahren.

3. Etappe, morgen
Am Samstag mussten wir früh aufstehen, da der Start zur ersten Halbetappe bereits um 9 Uhr war. 70 wellige Kilometer standen auf dem Programm. Beim ersten Anstieg nach ca. 8 Kilometern gab es etwa in der Mitte, als es ein wenig flächer wurde, einen Massensturz, welcher dem halben Feld den Weg versperrte. Zum Glück war ich genug weit vorne im Feld und konnte so normal weiterfahren. Die Fahrer, die durch den Sturz aufgehalten wurden, konnten das Loch zum Feld nicht mehr schliessen. So kam es in diesem Feld zum Schlusssprint. Ich versuchte noch, Oliver in eine gute Position zu bringen, doch der letzte Kilometer der Etappe war sehr verwinkelt und so war dies sehr schwierig.

4. Etappe, nachmittag
Am Nachmittag war sozusagen die "Königsetappe", da es am meisten Höhenmeter zu überqueren galt und am Schluss noch ein 9 Kilometer langer Aufstieg, gefolgt von einer ca. 4 Kilometer langen Abfahrt auf uns wartete. Ich konnte mich immer sehr weit vorne im Feld behaupten und war nach dem ersten Anstieg in einem etwa 40 Fahrer grossen Hauptfeld. Die Abfahrt, die darauf folgte, war extrem gefährlich. Es hatte überall Kies und Schlaglöcher auf der Strasse. Nach jeder zweiten Kurve sind wieder Fahrer gestürzt... Ich kam zum Glück ohne Sturz durch. Von hinten konnten dann wieder einige Fahrer aufschliessen. Beim letzten Berg konnte ich dem Tempo der Spitzengruppe nicht mehr ganz folgen und klassierte mich auf dem 38. Rang, 2 Minuten hinter dem Tagessieger Raymond Künzli. Teamkollege Sven Schelling zeigte auch eine super Leistung und wurde 4.

5. Etappe
Auf der letzten Etappe spürte ich die Anstrengungen der letzten Tage bereits sehr in meinen Beinen. Zu Beginn des Rennens wurde ich beim ersten Aufstieg sogar fast abgehängt. Je länger das Rennen dauerte, desto besser lief es mir dann auch. Und da wir zwei Fahrer in der Ausreissergruppe hatten, konnte wir hinten im Feld locker mitfahren. Da auch sonst niemand die Führung übernehmen wollte, wuchs der Vorsprung bis auf 3 Minuten. Erst etwa 80 Kilometer vor dem Ziel übernahm das Team EKZ die Führung, da sie den Leader im Team hatten. Obwohl das Tempo wirklich sehr hoch war, wurden die Ausreisser nicht mehr gestellt. Oli wurde 7. und Sven 14.

Somit beendete ich die Rundfahrt auf dem 34. Rang. Hätten wir auf dieser ersten Etappe nicht so viel Zeit verloren, wäre das Resultat sicherlich besser ausgefallen. Aber immerhin konnte ich sehen, dass ich am Berg vorne mitfahren kann.

Die nächste Rundfahrt ist dann bereits der Giro, welcher am 10. Juni beginnt und bis am 19. Juni dauert.

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